Wegekreuze in Kuchenheim

  1. Wirtschaftsweg zw. L 210 und K 24 (50°38'44,7N/ 6°49'57,2E)
  2. Bachstr./ Lambertusstr. (50°39‘12‘‘N/ 6°49’47,3‘‘E)
  3. Bachstr./ Grondahlsmühle (50°39’29,6‘‘N/ 6°49’46,3‘‘E)

Beschreibungen - Erläuterungen zur Historie der einzelnen Wegekreuze

von Kuchenheim

1 Wirtschaftsweg zw. L 210 und K 24 (50°38'44,7N/ 6°49'57,2E)

Bäcker-Janns-Kreuz, 1806Bäcker-Janns-Kreuz, 1806Bäcker-Janns-Kreuz, um 1992Bäcker-Janns-Kreuz, um 1992An der Südseite des Ortes stand seit 1467 auf einer kleinen Anhöhe (Schießberg) ein Kreuz aus grauem Sandstein, das von dem Leheninhaber der oberen Burg, Johann von Kinzweiler, errichtet worden war.
1806 musste das Kreuz auf Veranlassung der französischen Verwaltung beseitigt werden.
Zwei Monate später haben die Sebastianus-Schützen am gleichen Platz ein neues Kreuz aufgestellt, das der Bäcker Franz Anton Schlaeger (1786-1851), genannt Bäckerhannes, genau nach dem Vorbild des beseitigten Kreuzes aus Holz geschnitzt hatte.
Dieses blieb (vor einem Kastanienbaum) bis 1921 am gleichen Ort stehen, dann wurde es bei der „Zusammenlegung“ versetzt.
1940 wurde die geschnitzte Seite des inzwischen morsch gewordenen Kreuzes abgetrennt und auf neue Kreuzbalken geheftet, 1949 restauriert und teilweise renoviert.
1980 versetzte man das Bäcker-Janns-Krüz bei der Flurbereinigung in die Nähe des ursprünglichen Platzes inmitten eines Feldgehölzes.
1989 fertigte Steinmetz Marx aus Euskirchen wegen der besseren Witterungsbeständigkeit eine Kopie in Sandstein, wobei die Ausarbeitung in Stein zu etwas größeren Maßen geführt hat. Dieses Kreuz ist im Juni 2010 - also vor fast einem Jahr - von Unbekannten zerstört worden, aber leider ist die Stadt Euskirchen nicht in der Lage, dieses Kreuz wieder aufzurichten.
Das alte Holzkreuz von 1806 steht heute an der Schützenhalle in Kuchenheim, Kuchenheimerstr.220.

2 Bachstr./ Lambertusstr. (50°39‘12‘‘N/ 6°49’47,3‘‘E)

Das 285 cm Kreuz aus Kalkstein wurde 1854 von Gerhard Loben gestiftet, nachdem seine Frau, Agnes geb. Scheuren, von schwerer Krankheit genesen war. Es wurde an der Kreuzung Kuchenheimer Str./ Auf dem Acker gegenüber vom Schützenplatz errichtet. 1945 wurde es bei Straßenbaumaßnahmen abgebaut und 1954 am heutigen Standort – nahe der Unteren Burg – wieder aufgestellt.
Inschrift auf dem Sockel:
Zur höchsten Ehre Gottes und der schmerzhaften Mutter Maria von den Eheleuten Gerhart Loben und Agnes Scheuren. 1854.

3 Bachstr./ Grondahlsmühle (50°39’29,6‘‘N/ 6°49’46,3‘‘E)

1855 erwarb Wilhelm Olbert die Öl- und Lohmühle „Grondalsmühle“. Zur Realisierung seiner großen Pläne gaben die Eltern seiner Frau das nötige Geld, doch scheiterten die Pläne durch den Tod seiner Frau – im „Kindsbett“ – schon kurze Zeit danach. Da seine Frau auf Wunsch ihrer Eltern im Heimatort beerdigt wurde, ließ Wilhelm Olbert zum Andenken dieses 290 cm hohe Kreuz aus Sandstein errichten, das heute noch am ursprünglichen Ort steht. Nach einem Einsturz des Kreuzes hat die Schützenbruderschaft das Kreuz restauriert und wieder aufgestellt.
Inschrift auf dem Sockel:
Errichtet von den Eheleuten Wilh.Olbert u. M.F.Henrietta Olbert geb. Frèvert. 1859.